Medizinische Laser oder IPL-Geräte?

Warum Zertifizierung und Fachwissen bei der dauerhaften Haarentfernung wichtig ist.


IPL liegt im Trend. Entsprechend sind im Beauty-Markt inzwischen vermehrt Blitzlampen mit Intense-Pulsed-Light (IPL)-Technologie zur Selbst-Enthaarung erhältlich. Die Ärztezeitung hat eine eindringliche Warnung vor unsachgemäßer Handhabung veröffentlicht. Kritisiert werden darin vor allem fehlende Warnhinweise sowie die fehlende fachkundige Kontrolle. Gerade eine korrekte Dosierung erweist sich in diesem Zusammenhang als schwierig. Es besteht sowohl das Risiko einer Unterdosierung als auch einer Überdosierung. Darüber hinaus fehlt die fachkundige Diagnostik, so dass ggf. krankhafte Ursachen der (übermäßigen) Behaarung übersehen werden oder Hautstellen bzw. Hautveränderungen bestrahlt werden, deren intensive Bestrahlung ein hohes gesundheitliches Risiko darstellt.

 

Laser-Technologie die überzeugt:


Quelle: Alma Lasers GmbH


Risiko Unterdosierung: Ergrauen statt Entfernen

Ist die Licht-Dosierung im Rahmen der Enthaarung zu schwach, zerstört man lediglich das Melanin in den Haaren nicht jedoch das Haarfollikel. Die unangenehme Wirkung einer solchen Unterdosierung: statt eines dicken dunklen Haars hat man nun dickes

graues Haar.

 

Risiko Überdosierung: Verbrennungen, Lichtschäden und Hautkrebsrisiko

Bei einer Überdosierung im Rahmen der Enthaarung mit IPL kann es zu Verbrennungen kommen, denn Internes-Pulsed-Light (IPL) ist in seiner Intensität und Gefährlichkeit vergleichbar mit Laserlicht. Während jedoch für Laserlicht sehr strenge Sicherheitsauflagen gelten, fehlen diese strengen Sicherheitsauflagen für die IPL-Technologie. Probleme kann es unter Umständen auch dann geben, wenn neben den Haaren Hautpigmente mit behandelt werden, zum Beispiel Pigmentflecke oder Muttermale. 

 

Info: Freiverkäuflich statt streng reguliert

IPL-Geräte werden von Dermatologen für ähnliche Zwecke wie Laser eingesetzt. Im Gegensatz zu Lasern emittieren sie nicht Licht einer definierten Wellenlänge, sondern ein breites Lichtspektrum. Erst durch Vorsatzlinsen wird aus diesem breiten Lichtspektrum dann die gewünschte Lichtwellenlänge ausgefiltert. 

 

Die Nutzung von Lasern hingegen ist an zahlreiche und umfangreiche Auflagen geknüpft. So muss der Anwender einen Laserschutzkurs nachweisen, die Geräte müssen u.a. den Anforderungen der Medizingeräteverordnung (MedGV) entsprechen und es muss beispielsweise auch eine regelmäßige sachkundige Wartung nachgewiesen werden. 

 

Solch eine strenge Regulierung für IPL-Blitzlampen gibt es nicht. Sie können auch an Laien verkauft werden, obwohl ihre Anwendung gefährlicher und aufgrund des breiten Lichtspektrums bzw. der verschiedenen Filter schwieriger als die Anwendung von Lasern ist. Die Risiken einer Blitzlampenbehandlung sind daher oft deutlich höher als die Risiken einer Laserbehandlung.